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Stellar Organics

Mitten in der sicherlich besonders spannenden ersten Weinlese des Guts war plötzlich der Önologe Dudley
Wilson spurlos verschwunden. Betriebsleiter Willem Rossouw machte sich Sorgen und suchte verzweifelt
mehr als eine Stunde. Schließlich fand er ihn auf dem noch provisorischen Dach des soeben neu erbauten Kellers, wo er versunken den in der Halbwüste des nördlichen Südafrika besonders eindrucksvollen Sternenhimmel betrachtete.
Diese kleine Episode gab der Kellerei ihren Namen: Stellar Organics.
Stellar ist in vieler Hinsicht ein typisch südafrikanisches Projekt. Mit viel Improvisations- und Pioniergeist
entstand in wenigen Monaten eine Struktur, die auf technisch hohem Niveau anspruchsvolle Weine erzeugt.
Gegründet haben Stellar 4 Bauern und Verwalter Willem Rossouw. Ihre Farmen liegen im Hinterland der
West-Coast, etwa 300 km nördlich von Cape-Town an der Straße nach Namibia. Klimatisch ist hier
Halbwüste, mit Niederschlagsmengen zwischen 150 und 200mm. Die Region ist für ihren landschaftlichen Abwechslungsreichtum und ihre Naturschönheiten bekannt. Wenn erster Frühjahrsregen fällt, blühen hier binnen weniger Tage unendliche Flächen bunter, an das Klima angepasster Namaqualand-Daisies auf und verwandeln die sonst karge Landschaft in ein Blumenmeer von beinahe überirdischer Schönheit.
Die Weinberge stehen angesichts der Klimabedingungen prachtvoll da. Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem erlaubt sparsamen Umgang mit dem hier besonders wertvollen Wasser, das aus einem vor Jahrhunderten von den ersten Siedlern angelegten Stausee kommt und in geradezu homöopatischen Dosen unter allen angeschlossenen Farmern verteilt wird. Im Winter, wenn die Wasservorräte etwas üppiger sind, werden damit gezielt eingesäte Leguminosen zur Bodenverbesserung ernährt. Diese werden dann zu Beginn der Trockenperiode direkt in den Reihen zusammen mit dem winterlichen Rebschnitt zu einem luftigen Kompost aufgeschichtet. Dieser nährt die Pflanzen und schützt die Weinstöcke vor Trockenheit durch Verdunstung. Das trocken-heiße Klima ermöglicht es den Farmern, nahezu ohne Pflanzenschutz auszukommen. Eine betriebseigene Wasseraufbereitung sorgt dafür, dass kein Tropfen Wasser sinnlos verloren geht.
Im Keller wird klassisch, aber modern gearbeitet. Der erfahrene Dudley Wilson baut dabei auf Fingerspitzengefühl und Intuition, natürlich unterstützt von Daten aus den eigenen Labor. Nach Kapstadt sind es fast 300km, daher muss er mit den vor Ort ermittelbaren Daten auskommen. Und meint, das sei kein Problem, der Geschmack von Beere und insbesondere Kern sei viel aufschlussreicher als jede Analyse und helfe ihm, den optimalen Reifegrad und damit den Erntezeitpunkt festzulegen.


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